Ich habe Urlaub

17 August 2008 von Robert

SMS mag eine gute Erfindung gewesen sein. Leider kann Sie einen manchmal ungewollte Nachrichten übermitteln, die man besser hätte nicht lesen wollen. Am Samstag bekam ich eine SMS von meinem Vorgesetzten ob ich denn nicht meinen Urlaub verkürzen könnte. Ich hatte etwas mit mir gerungen und kam zu dem Entschluss, dass ich meinen Urlaub keinesfalls kürzen werde. Es mag ja sein, dass mein Aufgabengebiet schwer zu überbrücken ist, aber mich bei fast jeden Urlaub darum bitten ihn zu verkürzen, dass nervt mich. Ich will einmal im Jahr ganz entspannt Ferien machen können, ob das nun zu Hause in meinem Wohnzimmer stattfindet oder auf Hawaii :-) Ich denke, dass ist nicht zuviel verlangt und man sollte so eine Entscheidung tolerieren. Als ich Nein sagte, versuchte man natürlich an meinen Gewissen zu appellieren, ob es denn nicht doch möglich wäre. Ich musste dann lügen und sagte ich sei noch einmal eine Woche weg. Normalerweise mag ich es überhaupt nicht zu lügen, aber in diesem Falle lies es mir keine andere Wahl.

Schönes Zitat

14 August 2008 von Robert

Kürzlich habe ich folgendes Zitat gelesen:
„Jeder Anfang birgt bereits das Ende in sich und jedes Ende einen Neubeginn.“

Ich will diesem Zitat nichts mehr hinzufügen, denn es könnte meine Denkweise nicht besser interpretieren.

Stress mit den Kindern

13 August 2008 von Robert

Während ich in Frankreich war, hatte meine Frau unsere Kinder zu ihren Eltern gebracht. Das waren leider ein paar Tage zuviel, da unsere Kinder seitdem auf fast gar nichts mehr hören, wenn man zu ihnen etwas sagt. Gestern kam es deswegen zu einem mir unbekannten Gefühlsvorfall. Meine Frau brüllte über eine Stunde rum, dann konnte ich nervlich nicht mehr und mir ist die Hand ausgerutscht. Mein Sohn war dann so geschockt, das er nichts mehr sagen wollte. Meine Tochter war dann auch ruhig. Ich machte mir die ganze Nacht über deswegen viele Vorwürfe mir gegenüber. Ich, den man normalerweise nie aus der Ruhe bringt und wenn dann nur in einer ausweglosen Situation, knallte seinen Sohn eine. Ich mache mir bis jetzt noch viele Vorwürfe und verstehe mich selbst immer noch nicht, was in mich gefahren war. Normalerweise, bin ich die Person, die Ruhe in die Familie bringt. Derjenige, der den Ausgleich fördert – und nun das… Ich verstehe mich selbst nicht mehr.
Das schlimmste ist nur, dass mein Sohn heute den ganzen Tag, nur mit mir spielen wollte. Das war mir mehr als unangenehm. Mir ist diese Situation sehr neu und ich denke, ich brauche noch einige Zeit um sie zu verarbeiten.

Quatre jours en France

12 August 2008 von Robert

Auf der einen Seite bin ich traurig, dass ich wieder zu Hause bin, auf der anderen Seite aber auch wieder froh. Es waren vier schöne Tage, die ich in Frankreich verbrachte. Tage an denen ich mein gesprochenes französisch wieder etwas verfeinern konnte. Es tat richtig gut mit meinem französischen Freund von einer Brasserie in die andere zu gehen, und all die vielen Menschen zu beobachten, ohne irgendetwas zu tun. Dabei bemerkte ich erneut, dass es zwischen der deutschen und der französischen Kultur nicht sehr viele Unterschiede gibt.
Nach Paris sind wir auch wieder gegangen und es kam mir schlimmer vor als beim letzten Mal. Dieser seltsame Gestank den Paris von sich gibt, der ist einfach widerlich. Diese Metropole mag viele Sehenswürdigkeiten bieten, aber es ist wenn man genauer hinsieht, eine unreine Stadt. Ich würde dort als Einheimischer nicht leben wollen. Das erklärt wahrscheinlich auch, warum es viele Franzosen ins ländliche zieht. Darüberhinaus ist Paris in den Sommermonaten übersät mit Touristen. Man hört mehr englisches Gequake als französisches.

Lovefilm will sich nicht trennen

5 August 2008 von Robert

Eine zeitlang probierte ich diesen Lovefilm-Service über Amazon aus. Nachdem ich davon nicht begeistert war, versuchte ich den Service wieder zu kündigen. Bisher sind drei Kündigungsversuche gescheitert. Heute habe ich den Vierten abgesendet. Das ist das erste Mal, dass ich mit einem Online-Service Probleme habe. Bei den anderen Dienstleistern gab es bisher überhaupt keine Probleme, eher im Gegenteil, die Services waren allesamt sehr überzeugend.

Brauche Ruhe

3 August 2008 von Robert

Gestern hatte ich einen stressigen Tag erlebt. In der früh musste ich arbeiten, danach wollte ich ein paar Kleinigkeiten erledigen, was sich als grössere entpuppten und anschliessend war ich noch bei Verwandten eingeladen. Da ich überhaupt keine Zeit hatte um die letzte Woche gedanklich zu verarbeiten, krachte ich heute zusammen. Ich schlief fast den ganzen Nachmittag.
Noch eine Woche, und ich habe zwei Wochen frei. Ich hoffe, ich finde dann etwas Zeit für mich. Ich wäre schon dankbar, wenn ich in meinem Buch etwas weiterlesen könnte.

An den Herd

1 August 2008 von Robert

Diese Woche war besonders hart für mich. Zwei meiner Arbeitskollegen bemerkten, dass ich mittags nie etwas warmes esse, sondern meistens immer nur dasselbe, Müsli oder Toastbrot. Ich musste dann gestehen, dass meine Frau für mich mittags nichts kocht. Ich mache mir meine Mahlzeiten jeden Abend selbst. Ich bin deswegen etwas deprimiert, weil die zwei Kollegen, jeden Tag mit den tollsten Fleischgerichten versorgt werden. Beiden werden sogar die Brote von ihren Ehefrauen geschmiert. Ich stelle mir nun die Frage, ob das überall in Familien so ist, oder ob ich die allgemeine Ausnahme bin? Ich persönlich würde nicht wollen, dass meine Frau alles für mich macht. Ein wenig Selbstständigkeit möchte ich mir selbst erhalten. Weil man sich aber nun über mich lustig machte, frage ich mich ernsthaft, ob ich mich ausnutzen lasse oder ob ich einfach nicht egoistisch denke.

Regenguss

29 Juli 2008 von Robert

Lange ist es her gewesen, dass ich in einen Regenguss gekommen bin. Heute war dieser besondere Tag. Den ganzen Heimweg hatte es so stark geregnet, dass die Sichtverhältnisse gleich null waren. Hinzu kam die ständig angelaufene Brille, und der Gegenwind, der mir das Gefühl gab, dass ich gar nicht vorankomme. In solchen Situationen hasse ich das Rad fahren. Auf der anderen Seite ist es aber immer wieder eine Erfahrung, die mich innerlich bereichert. Denn ich habe etwas gemacht, was andere zu vermeiden versuchen. Das gibt mir ein gutes Gefühl.

Brieffreundschaft

29 Juli 2008 von Robert

Ich habe mir heute Abend die Zeit genommen um einige Briefe von
Brieffreunden zu beantworten. Ich bin jetzt wirklich froh dass ich
einige Briefe beantwortet habe, und mein Schreibtisch dadurch wieder
aufgeräumter aussieht. Brieffreundschaften sind gar nicht so einfach.
Schreibt man zu wenig, schläft der Kontakt schnell ein, schreibt man
aber zuviel, fühlt sich der Empfänger vielleicht dazu gezwungen,
ebenfalls viel zu schreiben. Ach, ich mache es mir wirklich immer
schwerer, als es ist. Ich will immer perfekt sein, was natürlich nicht
geht. Ich lege jedenfalls sehr viel wert darauf was man in einem Brief
schreibt, da mir das Gegenüber etwas bedeutet, auch wenn man es mit
persönlichen Kontakten nicht vergleichen kann. Manchmal wünschte ich,
ich hätte solche Freunde in meinem Umfeld.

Bin nicht normal

28 Juli 2008 von Robert

Ich glaube langsam ich bin wirklich nicht ganz normal. Ich komme gerade
von einer Internetseite die sich um den Fahrradsport dreht. Viele
Fahrradbegeisterte stellen sich dort fragen und bekommen von anderen
eine Antwort. Wie zum Beispiel diese Frage: Wie viel fahrt ihr so im Jahr mit dem MTB? Da kamen dann antworten, wie 2000 Kilometer oder 3500 Kilometer.
Wenn ich das mit meiner Fahrleistung vergleiche, komme ich auf mehr als
12000 Kilometer im Jahr. Alleine in einem Monat bringe ich locker 1000
Kilometer zusammen. Mein täglicher Arbeitsweg beträgt schon über 50
Kilometer. Da ich nicht zu den Schönwetterfahrern gehöre, sondern zu
den Allwetterfahrern, kommen am Wochenende zusätzlich noch einige
Kilometer zusammen. Eine andere Frage war, wie viel ihr trinkt wenn ihr fahrt.
Es kamen antworten wie 0,75 Liter alle Stunde etc. Ich habe zwar einen
Trinkflaschenhalter, aber selten eine Trinkflasche dabei, und wenn dann
meist umsonst. Meine Frau sagte schon oft zu mir, ich trinke viel zu
wenig. Das Seltsame ist nur, dass ich das nicht brauche. Ich schwitze
auch sehr wenig wenn ich Rad fahre oder mich körperlich betätige. Ich
hatte mich deswegen auch schon durchchecken lassen, ob ich vielleicht
nicht irgendwo eine Macke habe, da schon einige gesagt hatten, ich
solle mehr trinken. Der Arzt meinte nur ich sei kerngesund, und bin
eben von Natur aus sportlich veranlagt. Trotzdem fühle ich mich
manchmal unnormal, weil ich mir oft Sachen anhören muss, die für andere
unverständlich sind. Ich wünschte, ich würde eine Person kennen, die
ähnlich ist wie ich. Ich habe es nämlich langsam leid, immer mit diesen
Gedanken der Andersartigkeit konfrontiert zu werden.