Archiv für Juli 2008

Regenguss

29 Juli 2008

Lange ist es her gewesen, dass ich in einen Regenguss gekommen bin. Heute war dieser besondere Tag. Den ganzen Heimweg hatte es so stark geregnet, dass die Sichtverhältnisse gleich null waren. Hinzu kam die ständig angelaufene Brille, und der Gegenwind, der mir das Gefühl gab, dass ich gar nicht vorankomme. In solchen Situationen hasse ich das Rad fahren. Auf der anderen Seite ist es aber immer wieder eine Erfahrung, die mich innerlich bereichert. Denn ich habe etwas gemacht, was andere zu vermeiden versuchen. Das gibt mir ein gutes Gefühl.

Brieffreundschaft

29 Juli 2008

Ich habe mir heute Abend die Zeit genommen um einige Briefe von
Brieffreunden zu beantworten. Ich bin jetzt wirklich froh dass ich
einige Briefe beantwortet habe, und mein Schreibtisch dadurch wieder
aufgeräumter aussieht. Brieffreundschaften sind gar nicht so einfach.
Schreibt man zu wenig, schläft der Kontakt schnell ein, schreibt man
aber zuviel, fühlt sich der Empfänger vielleicht dazu gezwungen,
ebenfalls viel zu schreiben. Ach, ich mache es mir wirklich immer
schwerer, als es ist. Ich will immer perfekt sein, was natürlich nicht
geht. Ich lege jedenfalls sehr viel wert darauf was man in einem Brief
schreibt, da mir das Gegenüber etwas bedeutet, auch wenn man es mit
persönlichen Kontakten nicht vergleichen kann. Manchmal wünschte ich,
ich hätte solche Freunde in meinem Umfeld.

Bin nicht normal

28 Juli 2008

Ich glaube langsam ich bin wirklich nicht ganz normal. Ich komme gerade
von einer Internetseite die sich um den Fahrradsport dreht. Viele
Fahrradbegeisterte stellen sich dort fragen und bekommen von anderen
eine Antwort. Wie zum Beispiel diese Frage: Wie viel fahrt ihr so im Jahr mit dem MTB? Da kamen dann antworten, wie 2000 Kilometer oder 3500 Kilometer.
Wenn ich das mit meiner Fahrleistung vergleiche, komme ich auf mehr als
12000 Kilometer im Jahr. Alleine in einem Monat bringe ich locker 1000
Kilometer zusammen. Mein täglicher Arbeitsweg beträgt schon über 50
Kilometer. Da ich nicht zu den Schönwetterfahrern gehöre, sondern zu
den Allwetterfahrern, kommen am Wochenende zusätzlich noch einige
Kilometer zusammen. Eine andere Frage war, wie viel ihr trinkt wenn ihr fahrt.
Es kamen antworten wie 0,75 Liter alle Stunde etc. Ich habe zwar einen
Trinkflaschenhalter, aber selten eine Trinkflasche dabei, und wenn dann
meist umsonst. Meine Frau sagte schon oft zu mir, ich trinke viel zu
wenig. Das Seltsame ist nur, dass ich das nicht brauche. Ich schwitze
auch sehr wenig wenn ich Rad fahre oder mich körperlich betätige. Ich
hatte mich deswegen auch schon durchchecken lassen, ob ich vielleicht
nicht irgendwo eine Macke habe, da schon einige gesagt hatten, ich
solle mehr trinken. Der Arzt meinte nur ich sei kerngesund, und bin
eben von Natur aus sportlich veranlagt. Trotzdem fühle ich mich
manchmal unnormal, weil ich mir oft Sachen anhören muss, die für andere
unverständlich sind. Ich wünschte, ich würde eine Person kennen, die
ähnlich ist wie ich. Ich habe es nämlich langsam leid, immer mit diesen
Gedanken der Andersartigkeit konfrontiert zu werden.

Fonctions Vitales

27 Juli 2008

Endlich habe ich Northern Lights (im Deutschen bekannt als Der goldene Kompass)
zu Ende gelesen. Ich bin nun eigentlich dazu gezwungen, auch die
anderen beiden Bücher der Trilogie zu lesen. Übezeugt hat mich der
Roman allerdings nicht. Deshalb werde ich als nächstes erstmal
den auf französisch geschriebenen Thriller Fonctions Vitales der seit ewigen Zeiten auf meinen Schreibtisch liegt, zu Gemüte ziehen.

Stresswoche vorbei

25 Juli 2008

Bin ich froh, dass nun endlich Wochenende ist. Ich hatte seit langem nicht mehr so eine stressvolle Arbeitswoche erlebt. Nur weil zwei Programmierer von unserer Abteilung im Urlaub sind, muss ich und ein weiterer Kollege die doppelte Programmierarbeit leisten. Die ganze Woche über hörte ich nur, das muss schneller gehen, ihr seit zu langsam und blabla. Ich spielte ernsthaft mit dem Gedanken zu kündigen, entschied mich dann aber wieder, dort zu bleiben. Die Arbeit ist super, weil man täglich aufs neue gefordert wird. Der Stress aber, macht mich noch krank und nervlich kaputt.
Ich habe heute deswegen, ein wenig an meinem Fahrrad herumgebastelt um auf andere Gedanken zu kommen und abzuschalten. Es gibt drei Sachen die ich einfach besonders liebe, das ist mein Computer, mein Fahrrad und Französisch. Irgendwie passt zwar keines so richtig zum anderen, aber wer ist schon ganz normal…

MTB

20 Juli 2008

Am Freitag hatte ich mir von einem Kollegen ein Mountainbike abgekauft. Er wollte dafür nur 80 Euro haben. Heute hatte ich es ausprobiert und war sofort begeistert. Ein einmaliges Fahrgefühl. Ich fahre normalerweise nur mit Trekkingrädern, wollte aber seit ewigen Zeiten ein MTB haben, um im nahen Wald etwas abseits des Weges fahren zu können.
Aus einer geplanten halben Stunde, wurden drei. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, durch die Natur zu biken. Der Geruch des Waldes und der Wiesen einfach unbeschreiblich schön. Ich bin es gewöhnt, von Autos überholt zu werden, an Ampeln halten zu müssen und den Gestank der Stadt einatmen zu müssen. Heute genoss ich den Land -und Naturgeruch. So schnell wie möglich, will ich wieder in diesen Genuss kommen.

Brauche Zeit

20 Juli 2008

Seit zwei Tagen habe ich starke Schmerzen in den Beinknochen. Ich dachte zuerst es wären die Muskeln, aber nun bin ich mir sicher es sind die Knochen. Meine Frau klagt auch schon seit Tagen wegen Knochen -und Kopfschmerzen rum. Sie vermutet es liegt an dem sich ständig unvorhersehbaren Wetter. Ich habs mit Calcium -und Magnesiumtabletten probiert, half jedoch nicht viel. Ich bin deswegen auch etwas gereizt. Zusätzlich kamen noch kleinere Diskussionen und Streitereien hinzu, welche mich zusätzlich belasten. Ich selber weiß, dass ich dringend Urlaub benötige, denn ich arbeite seit einigen Wochen sehr viel. Ich habe sehr wenig Zeit um mich über meine eigenen Gedanken zu kümmern. Das ist auch der Grund für die ständigen Streitereien. Ich brauche einfach ein wenig Abstand und die Zeit für mich selbst um mit meinen Problemen fertig zu werden.

Regenmantel

17 Juli 2008

Heute früh hatte es nach langem wieder geregnet. Ich zog deshalb meine Regenjacke an, was sich eine Stunde später als Fehler entpuppte, da mein Pullover dermassen durchnässt war. Ich hätte auch ohne Regenmantel fahren können, es wäre daselbe Ergebnis gewesen. Das erinnerte mich daran, dass ich mir eine neue und vor allem atmungsaktivere Jacke kaufen wollte. Ich hab das nun auch getan und mir von Goretex eine gekauft. Ich hoffe die 200 Euro waren sie wert.

2 Uhr

15 Juli 2008

Seit zwei Tagen wache ich nachts schweißgebadet auf, meist gegen 2 Uhr. Warum um diese Zeitspanne und weshalb habe ich noch nicht herausgefunden. Ich erinnere mich weder an einen Traum noch an ein quälendes Ereignis, das mich beschäftigen könnte. Diese Ungewissheit macht mir sehr zu schaffen und ich habe Angst heute Nacht wieder so aufzuwachen.

Guter Montag

14 Juli 2008

Als heute früh mein Wecker klingelte, hatte ich überhaupt keine Lust aufzustehen. Ich war hundemüde, meine Beine und der Magen schmerzten. Trotzdem überwand ich mich und stand auf. Als ich später auf meinem Fahrrad saß und der kalte Wind mir ins Gesicht blies, fühlte ich mich sofort wohler. In der Arbeit trank ich dann noch einen Kaffee von Maxwell, oder so ähnlich, und ich fühlte mich wie neugeboren.