Diese Woche war besonders hart für mich. Zwei meiner Arbeitskollegen bemerkten, dass ich mittags nie etwas warmes esse, sondern meistens immer nur dasselbe, Müsli oder Toastbrot. Ich musste dann gestehen, dass meine Frau für mich mittags nichts kocht. Ich mache mir meine Mahlzeiten jeden Abend selbst. Ich bin deswegen etwas deprimiert, weil die zwei Kollegen, jeden Tag mit den tollsten Fleischgerichten versorgt werden. Beiden werden sogar die Brote von ihren Ehefrauen geschmiert. Ich stelle mir nun die Frage, ob das überall in Familien so ist, oder ob ich die allgemeine Ausnahme bin? Ich persönlich würde nicht wollen, dass meine Frau alles für mich macht. Ein wenig Selbstständigkeit möchte ich mir selbst erhalten. Weil man sich aber nun über mich lustig machte, frage ich mich ernsthaft, ob ich mich ausnutzen lasse oder ob ich einfach nicht egoistisch denke.
2 August 2008 um 17:56
Wenn sie nur Hausfrau ist, wäre es fair genug, sie würde dir etwas kochen, denn bekanntlich ist etwas wahres an dem Spruch: „Liebe geht durch den Magen“. Seid ihr beide berufstätig, muss man sich das einteilen. Ich kann letztlich nicht mitreden, da ich nie verheiratet war (und es auch nicht vorhabe. Nur mein erster Eindruck war etwas trostlos, dies zu lesen. Wenn man gar nichts gekocht bekommt, kann man auch gut alleine leben, und kocht halt selbst. Meine Meinung …
2 August 2008 um 23:49
Tobias: Sie arbeitet auf Teilzeitbasis. Am Abend gibt es meist etwas Warmes. Mir ging es im besonderen um das Mittagessen, weil mich die Sprüche meiner Kollegen nerven.
P.S. Je me demande si tu es français, car tu as un adresse e-mail français.
3 August 2008 um 19:53
Non, je suis Allemand, mais j’habite en France,
région Haute-Marne. Mon Français n’est pas si bon, je peut écrire beaucoup et correctement. Je doit apprendre plus mots de cette langue, mais ce n’est pas facile pour moi, a cause j’ai des autres intérêts en moment, et il était aussi toujours difficile pour moi d’apprendre une langue.
3 August 2008 um 20:50
Je comprends. Mon français n’est pas bien aussi. J’ai quelques amis en France avec qui j’écris et parle. J’ai été en France quelques fois, mais je n’ai pas y habité. J’y vais de nouveau ce week-end.
5 August 2008 um 14:58
Ma francais est terrible. So spreche ich deutsch. Ich habe mich grad gefragt, „wer ist Robert?“
Nachdem ich alles gelesen habe, würde ich sagen, du bist mein Exmann.
Er ist auch so launenhaft, arbeitet zuviel, auch heute noch, wir haben uns auch auseindergelebt, er ist auch Programmierer und er fährt auch jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit.
Da er sich nicht entscheiden konnte sich von mir zu trennen, tat ich es.
Ich denke, es geht ihm heute besser ohne mich, ja bestimmt. Er hat jetzt eine Frau, den ihn versteht, die mit ihm alles zusammen macht und die dort arbeitet, wo auch er arbeitet.
Er reist gerne, sie reist gerne, und so fahren sie oft mehrmals im Jahr in den Urlaub.
Gruß
Martina
P.s.: Übrigens, unsere 3 Kinder haben die Trennung auch wunderbar überstanden.
5 August 2008 um 20:32
Martina: Ich finde es sehr mutig von dir, mich als launisch zu bezeichnen. Ich gebe zu das ich meine Launen habe und ich stehe zu diesen.
Was meine Arbeit betrifft: Ich möchte ja gar nicht soviel arbeiten. Ich tue dies lediglich, damit ich meinen Arbeitsplatz behalten kann.
Mit dem Fahrrad fahre ich nur, weil ich mir momentan ein Auto nicht leisten kann.
P.S. Eine Trennung ist das Letzte was ich Anstrebe. Das würde nicht meinen Sinn des Lebens entsprechen. Ich bin mehr der Problemlöseversucher.
5 August 2008 um 20:58
Ok, mir fiel kein anderes Wort ein. Vielleicht sollte ich sagen, im Unfrieden mit sich selbst oder in Disharmonie, uneins mit sich selber. Ich halte nicht an diesem Wort „launenhaft“ fest.
Dazu nur, ich habe heute ein wunderbares Verhältnis zu ihm, wir sehen uns zwar nicht oft, telefonieren mehr miteinander, da kann sogar mal eine Stunde draus werden. Er ist der wunderbarste Vater meiner Kinder, den ich mir wünschen kann und auch der einzigste, mit dem ich die Kinder hätte haben wollen.
Irgendwie habe ich in deinen Worten schon eine Kündigung mit dir selber gesehen und damit die Trennung, die du dir vielleicht selbst nicht eingestehen willst. Aber ich irre so oft, habe nie recht, also lege nichts in meine Worte.
Mein Exmann ist gut sowie er ist und du auch.
Ich denke, dass ihr beide zu sehr zweifelt, zu oft hinterfragt, mache ich das richtg. Ich sage, nichts ist falsch, nichts wird falsch gemacht, denn es ist keiner da, der verantwortlich ist für das Tun. Und ich denke, du solltest dir wirklich demnächst eine Auszeit nehmen, um in die Stille zu kommen. Egal, will jetzt nicht belehrend sein, nimm meine Worte nicht so wichtig, es sind nur Worte.
Gruß
Martina
5 August 2008 um 21:21
Liebe Martina, du musst dich nicht wegen deiner Worte entschuldigen. Es soll nicht dein Problem sein, falls ich nicht damit umgehen kann.
Das Hauptproblem was in meiner Beziehung herrscht, nennt sich Zeitmangel. Es gibt zuviel Druck von außen – Arbeit und vor allem die Kinder. Was ich dringend benötige, sind ein paar Tage frei. Ab nächster Woche, habe ich ja endlich zwei Wochen Urlaub.
Mir scheint, als ob du versuchst hinter den Problemen anderer, deine eigenen zu erkennen um diese besser verarbeiten zu können. Ich kann mich natürlich auch täuschen, da es sehr schwer ist, hinter geschriebenen Zeilen, den wahren Wesenskern eines Menschen zu erkennen.
6 August 2008 um 18:25
Lach, ich denke nicht. Ich nenne auch nicht Beziehung Beziehung und somit habe ich auch keine. Ich liebe das Wort Begegnung und benutze es auch immer wieder, so war die schönste Begegnung in meinem Leben, die Begegnung mit mir selber. Probleme sehe ich bei mir nicht mehr, aber interessant deine Sichtweise, ich habe prompt nachgeschaut.
Hatte ich mich eigentlich für meine Worte entschuldigt, sehe ich nicht so. Ich habe es lediglich anders gesagt. Ich ent-schuld-ige mich eigentlich nicht wirklich mehr, ich sage nur, so meinte ich es nicht, denn es sind meistens die Missverständnisse die durch Worte sprechen. Das passiert m.E. immer dann, wenn Menschen nicht die „gleiche“ Sprache sprechen.
Übrigens finde ich es sehr interessant, was du so sagst, wie du auf mich reagierst, ich liebe es, mich mit dir zu unterhalten.